Der Maler Karl Plattner (1919 – 1986) ist neben Johann Rufinatscha der wohl berühmteste Sohn von Mals. Als jüngstes von zehn Kindern in eine arme Familie hineingeboren, lernte er zunächst den Beruf des Anstreichers. Bald wurde sein künstlerisches Talent entdeckt. Dies ermöglichte es ihm, Freskomalerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien zu studieren. Nach dem Krieg zog es ihn nach Paris und Mailand, Rio de Janeiro und Südfrankreich.

Die bedeutendsten Arbeiten Plattners entstanden in Brasilien und in Paris, in Salzburg und natürlich in Nord- und Südtirol, darunter zahlreiche Fresken und Wandbilder. Sein Stil eckte jedoch in konservativeren Kreisen an. So löste sein zeitgenössisches Fresko für das Gefallenendenkmal in Naturns 1951 einen Sturm der Entrüstung aus. Die Bedeutung Plattners wurde aber wenige Jahre später auch in Südtirol anerkannt.