Allgegenwärtig sind die Zeugen mittelalterlicher Kultur im Vinschgau: in der Nähe des Reschenpasses, wo die Etsch ihren Ursprung hat und ein einsamer Kirchturm aus dem Wasser des Stausees ragt, im
Benediktinerkloster Marienberg in Burgeis, in der
Churburg bei Schluderns mit dem Arkadengang und der größten Sammlung an Ritterrüstungen Europas, in der mittelalterlichen Stadt Glurns, in Reinhold Messner’s
Schloss Juval oder seinem
Messner Mountain Museum in Sulden, entlang der alten Römerstraße „
Via Claudia Augusta“ oder in Latsch mit seinem 5.000 Jahre alten Menhir.
Bis zum heutigen Tag haben sich im Vinschgau zahlreiche Bräuche und Traditionen bewahrt, die über das ganze Jahr verteilt abgehalten werden. Vom Zusselrennen am „Unsinnigen Donnerstag“, dem „Pfluagziachn“, den „Maschger“-Bräuchen bis zum Scheibenschlagen wird die Faschingszeit im Vinschgau mit uralten heidnischen Ritualen begangen. Den Frühling endgültig willkommen heißen die „Goaßlschnöller“ im Mai. Und die Herz-Jesu-Feuer nach Fronleichnam erinnern alljährlich an die Bedrohung des Landes Tirol im Jahre 1796 durch französische Truppen.
Tipp: Erwandern Sie die kulturelle Vielfalt des Vinschgau: Die
8-Kirchen Wanderung in Taufers, der
Stundenweg von Kloster zu Kloster oder der
Marmorsteig zeigen Einblicke in die Kulturlandschaft des Tales – Hier geht es zu den
Themenwegen im Vinschgau